In eigener Sache

Liebe Gemeindeglieder von Stockau, Neunkirchen und Emtmannsberg,

seit 1. Februar bin ich für die Vakanzvertretung Ihrer drei Kirchengemeinden zuständig, deren Pfarrstelle ich demnächst, so Gott will und wir leben, regulär antreten soll. Demnächst, das heißt: zum 1. Juli 2014. Denn laut Plan des Architekten enden die Arbeiten am Pfarrhaus am 27. Juni. Aus diesen Termin muss man sich dann auch verlassen können.

Die Arbeiten am Pfarrhaus werden ziemlich umfangreich werden. Aber für so ein Gebäude gibt’s nur zwei sinnvolle Möglichkeiten: Entweder man verkauft es - oder man macht’s g’scheit. Alles andere wäre rausgeschmissenes Geld. Denn ein Pfarrhaus darf nicht alle zehn, sondern höchstens alle fünfzig Jahre zur Großbaustelle werden. Nachdem die Pfarrstelle Emtmannsberg auf Dauer erhalten bleiben soll, hat man sich nach einigem Zaudern für die letztere der beiden Lösungen entschieden. Die Kirchenvorstände können für die damit verbundene Verzögerung nichts, vielmehr waren kirchliche Entscheidungsträger mit den Gegebenheiten vor Ort unzureichend vertraut. Regionalbischöfin Dr. Greiner hat sich aber für uns eingesetzt, das hat den Ausschlag zum Guten bewirkt. (So ist es halt in unserer Kirche: Nicht nur die Argumente zählen, sondern auch, wer sie vertritt!)

Die Vakanzzeit verlängert sich dadurch noch einmal. Das ist unangenehm für alle Seiten. Ich bin noch bis 30. Juni Pfarrer auf meiner jetzigen Stelle – und zwar zu hundert Prozent. Ich will das auch so, denn in den dann fast 17 Jahren in Neustädtlein und Busbach habe ich durch die Menschen dort nur Verständnis und Nachsicht erfahren – und die haben ein Recht darauf, dass bis zum Ende voll arbeite. Deren pfarrerlose Zeit kommt dann danach. Aber der lange Abschied schlaucht schon.

In Emtmannsberg, Neunkirchen und Stockau läuft deshalb noch einige Zeit das reduzierte Vakanzprogramm. Besuche, die eigentlich üblich und selbstverständlich wären, werden nicht gemacht. Die Kolleginnen und Kollegen der Nachbargemeinden helfen nach wie vor zweiwöchentlich bei Taufen, Trauungen und Bestattungen. Die Gottesdienste werden von netten Menschen, die sich dazu bereit erklären, vertretungsweise abgedeckt, - manches muss auch ausfallen. Im Pfarramt läuft der Anrufbeantworter.

Email geht aber rund um die Uhr. Und bis zum Sommer wird’s schon werden!

Herzlichen Dank Frau Pfarrerin Aschoff für die bisherige Vertretung und allen anderen, Haupt- Neben- und Ehrenamtlichen, die das Leben in den drei Gemeinden am Laufen halten!

Und bis bald! 

 

Wolfgang Maisel