Renovierung Bartholomäuskirche

direkter Sprung zum Stand der Arbeiten

 

1.   Baufortschritt Ende September 2011

 

Es geht wieder weiter...

 

Seit vergangener Woche (vorletzte Woche im September 2011) tut sich wieder etwas auf unserer Großbaustelle Bartholomäuskirche!

 

Bei herbstlichem, schönem Wetter ist die Firma Denkmalbau Ettersburg aus Thüringen am Kirchturm tätig.

Der alte Thüringer Schiefer wird abgenommen, sodass das Gebälk und der Dachstuhl des Turmes freigelegt werden.

 

 

Jetzt geht's ans Eingemachte! Die sehr marode Holzkonstruktion wird in den nächsten Wochen saniert.

 

Unsere fleißigen Gemeindeglieder Konrad Oetterer und Gerald Schreiner (wie immer hinter der Kamera) packten mit an, damit die noch gut erhaltenen Schiefer weiterverwendet werden können. Sie sind für unsere Kirchengemeinde wertvolles historisches Material, die als Geschenke für die treuen Spender umgearbeitet werden!

 

Am Mittwoch, den 28.09.2011 war der Kindergarten Emtmannsberg zu Besuch und schaute sich vor allem den großen Kran bei der Arbeit an.

 

Und nun Eindrücke vom von Schiefer und Schalung befreiten Turm.  (einfacher Klick auf die Bilder vergrößert diese)

   

 


 

2.   Baufortschritt am 25.10.2011

 

Nachdem Schiefer und Schalungsabdeckungen vom Turm entfernt wurden und der Turm vor Regen durch Plastikfolien geschützt wurde, haben die Zimmerer der Fa. Denkmalbau Ettersburg aus Thüringen damit begonnen, die Holzkonstruktion des Turmes instandzusetzen.

Doch zunächst noch ein paar anschauliche Bilder vom von der Fa. Riess aus Bayreuth instandgesetzten Dachstuhl des Kirchenschiffes.

 

  

Deutlich erkennbar ist auf den Bildern, dass – soweit möglich - immer nur die tatsächlich schadhaften Teilbereiche der Balken erneuert werden um möglichst viel von der ursprünglichen Holzkonstruktion zu erhalten.

Diese Vorgehensweise wird auch bei der Sanierung der Holzbauteile des Kirchturmes angewandt.

Eingedrungene Feuchtigkeit sowie eine nicht optimale Konstruktion des Turmes sind wohl als Hauptursachen für die vorhandenen Schäden und Verformungen/Verschiebungen der Holzkonstruktion anzusehen.

Die folgenden Bilder zeigen Momentaufnahmen vom 25.10.2011 zum Fortgang der Zimmererarbeiten.

 

 

Statiker Gerd Hacker vom Ingenieurbüro Burges und Döhring aus Bayreuth-Wolfsbach überzeugte sich von der fachgerechten Ausführung der Arbeiten und besprach mit den Zimmerern die weitere Vorgehensweise.

 


 

3. Baufortschritt am 09.11.2011

 

Mit den nachfolgenden Bildern ist der Stand der Arbeiten zum 09.11.2011 dokumentiert. Weit mehr Gebälk als ursprünglich angenommen, musste ausgewechselt werden.

 

 

     
     
     
     
     
     
     

 


 

4.   Baufortschritt am 14.11.2011

 

Bei einem Mittagessen mit den Zimmerern der Fa. Denkmalbau Ettersburg, Thüringen am 14.11.2011 in unserem Gemeindehaus („Alte Schule“) wurden wir fachkundig von diesen über den Stand der Sanierungsarbeiten informiert

 

 Bisher wurden im wesentlichen folgende Zimmererarbeiten erledigt:

An zwei Säulen und bereits beginnend an der Zwiebel hat es an der Südwestseite letztendlich bis auf die Deckenbalken der Glockenstuhlebene durchgeregnet. Die Deckenbalken wurden dadurch „ausgespült“, d. h. deren Oberflächen zerquetscht und konnten die von oben kommenden Lasten nicht mehr tragen. Folge war, dass sich der Glockenstuhl an einer Seite abgesenkt hat.

Unter der Deckenbalkenebene unter dem Glockenstuhl wurde quasi eine „Bockkonstruktion mit Streben“ drunter gebaut um eine Lastverteilung auf die darunter liegende Ebene zu ermöglichen. Die sogenannten Deckenbalkenköpfe (das was auf dem Mauerwerk liegt) wurden angeplattet (schadhafte Holzteile wurden abgeschnitten und neue Hölzer angestückelt).

Da sich die ursprüngliche Fachwerkkonstruktion im inneren Teil des gemauerten Turmbereiches nicht bereits oben an der Mauerkrone, sondern erst im unteren Bereich des Turmes ablastete, wurde auf das Mauerwerk unterhalb der Deckenbalken des Glockenstuhles zusätzlich eine Eichenschwelle gelegt und entsprechend unterfüttert.

 

Was sind die nächsten Schritte? 

  • Die Deckenbalkenebene oberhalb des Glockenstuhles muss noch gemacht werden.
  • Mehrere Schablonen (geschweifte Bögen) der Zwiebel müssen noch ausgewechselt werden.
  • Die Säulen der sogenannten „Laterne“ treffen momentan ziemlich mittig auf die Deckenbalken. Um eine seitliche Ablastung zu erzielen und zukünftig ein Durchbiegen der Deckenbalken zu verhindern, werden zusätzlich schräge Hölzer eingebaut.
  • Am sogenannten Oktagon, dem Schacht unter dem Glockenstuhl, werden BFU-Platten angebracht um die gesamte Konstruktion statisch zu stabilisieren.

 

Nach Beendigung der Sanierungsarbeiten im unteren Bereich des Turmes wird das Gerüst höher gebaut, so dass die Arbeiten im höheren Bereich des Turmes fortgesetzt werden können. Dazu wird es vermutlich aber erst im Frühjahr nächsten Jahres kommen.

 

Kleine Randbemerkung:

Die von vielen vielleicht erwartete vollkommene Senkrechtstellung des Turmes wird es wahrscheinlich nicht geben. Um dies zu erzielen, müsste der obere Bereich des Turmes abgenommen werden und das ist bisher nicht vorgesehen.

 

     
     
     

 

 

5.   Baufortschritt am 31.05.2012

 

Im Frühjahr wurden die Instandsetzungsarbeiten im oberen Teil des Turmes fortgesetzt. Das Gerüst wurde hierzu bis zur obersten Spitze verlängert. Die Bilder zeigen den imposanten Gerüstaufbau und die Arbeiter in schwindelerregender Höhe.

 
 

 

 

6.   Baufortschritt am 21.06.2012

 

Die Zimmererarbeiten der Fa. Denkmalbau Ettersburg aus Thüringen sind nun abgeschlossen. Bei einem Essen in gemütlicher Runde im Gemeindesaal der „Alten Schule“ dankte Pfarrerin Wihowski den Arbeitern für deren fachkompetentes und zuverlässiges Vorgehen und verabschiedete sie gleichzeitig. Mit dabei waren Vertrauensfrau Liselotte Ströbel, Elisabeth Gilka-Bötzow und Gerald Schreiner (Kamera). Wer den Auftrag für die Schiefereindeckung des Turmes bekommt, stand zu diesem Zeitpunkt noch nicht fest.

 

7.   Baufortschritt am 13.09.2012

 

Nachdem die Fa. Scholz aus Gesees den Zuschlag für die Schieferdeckerarbeiten bekommen hatte und der Moselschiefer endlich geliefert wurde, konnte diese mit den Arbeiten Ende August beginnen. Die Arbeiten am oberen Teil des Turmes sind bereits abgeschlossen, mit der Fertigstellung ist in einigen Wochen zu rechnen.

     
     
     
     

 

Zur Turmspitze:

Helmstange, Knopf und Wetterfahne wurden im Juli d. J. von der Firma "Bayreuther Turmuhren" zur Instandsetzung abgenommen.

Zusammen mit Vertrauensfrau Liselotte Ströbel, Herrn Tremer vom Staatlichen Bauamt Bayreuth und Gerald Schreiner suchte Pfarrerin Beate Wihowski am 05.07.2012 die Firma "Bayreuther Turmuhren" auf um die Öffnung der in der Kirchturmspitze befindlichen Zeitkapsel direkt mitzuverfolgen. Firmenchef Heinz Musiol erläuterte dabei die weitere Vorgehensweise.

Am kommenden Montag, den 17.09.2012, ist nun vorgesehen, die Zeitkapsel mit den alten und neuen, ergänzenden Dokumenten wieder zu bestücken und zu verschließen um sie anschließend wieder in der Kirchturmspitze unterzubringen.

 

 … Fortsetzung folgt